Die modischsten Prinzessinnen
Wo Prinzen es mit ihren Anzügen, Uniformen und Fracks noch sehr einfach haben, ist jeder Auftritt für eine Prinzessin eine echte Herausforderung. Die Öffentlichkeit erwartet von ihnen einfach ein immer modisches und stilsicheres Auftreten. Nun sollte man meinen, dass Prinzessinnen zumindest gute Stilberater beschäftigen, wenn sie es schon nicht ganz alleine im Blut haben. Bei einigen funktioniert es auch perfekt. Prinzessin Di war eine echte Modeikone, die Maßstäbe gesetzt hat. Aber ausgerechnet in ihrer eigenen Verwandtschaft tun sich zwei ganz besonders schwer mit dem modischen Outfit.
Eugenie und Beatrice von York
Ihr Auftritt bei der Hochzeit von William und Kate war ein Glanzpunkt für die Presse und das verdanken Fergies Töchter fast nur dem Hut von Beatrice. Eigentlich ist die Bezeichnung Hut für das Gebilde auf ihrem Kopf eine Bezeichnung, die nur von seiner Position an ihrem Körper gerechtfertigt wurde. Kaum waren die ersten Fotos veröffentlicht, ging das Rätselraten los, was dieser Kreis mit den Bändern eigentlich sein soll. Denn an diesem Tage hat sie eine ihrer schönen Blusen angehabt, die fast wie massgeschneidert aussah. Vom Türklopfer bis zum Elchgeweih war alles dabei. Der senkrecht vor ihrer Stirn sitzende Kringel ließ sich nur schwer identifizieren. Farblich passte er allerdings mit seinem trüben Fleischton genau zu ihrem Valentino-Outfit. Dezent ist eine schmeichelhafte Beschreibung für das Gewand. Eines muss man dem Elch-Hut allerdings lassen: Er verdeckte zumindest einen Großteil des dunklen Make-ups, bei dem sie großzügig den Kajalstift zum Einsatz brachte.
Prinzessin Eugenie machte die blasse Optik mit sehr viel leuchtendem Blau wieder wett. Die Reste von Beatrices Kajalstift hat sie wohl noch aufgebraucht und alles mit einem ebenso blauen Hütchen gekrönt, auf dem sich Libellenflügel, dunkle Riesenblüten und vor Entsetzen zitternde Federn türmten. Andererseits sind beide dafür bekannt, nicht nur mit ganz unköniglichen Gewichtsproblemen zu kämpfen, sondern auch regelmäßig mit dem misslungenen Griff in den Kleiderschrank. Irgendwie macht diese kleine Schwäche sie schon wieder sehr sympathisch.
Prinzessin Maxima und die Skandinavierinnen
Vielleicht hätten Beatrice und Eugenie sich ein paar Tipps von Prinzessin Maxima der Niederlande holen sollen. Farbe ist auch Maxima nicht fremd, aber sie kann sie tragen. Ihr orangefarbenes Outfit bei der monegassischen Fürstenhochzeit war eine wahre Augenweide. Maxima beherrscht die Mischung aus Mut und Eleganz wie kaum eine Zweite. Es ist niemals zu viel und ganz besonders nicht zu wenig. Ob nun farbenfroh oder dezent, sie trägt ihre Kleider mit großer Selbstverständlichkeit und garniert sie mit ihrer selbstbewussten, fröhlichen Persönlichkeit. Genauso sicher ist der Stil von Prinzessin Mette-Marit von Norwegen. Viele einheimische Modedesigner gibt es in Norwegen nicht gerade, also bevorzugt sie häufig die italienischen Kreationen von Valentino, Prada oder Miu-Miu. Bei ihr funktioniert Valentino übrigens - ganz im Gegensatz zu Prinzessin Beatrice. Allerdings verzichtet Mette-Marit auch auf schwarz umrandete Augen und unerklärliche Hut-Gebilde. Die würde man auch nicht bei Mary und Marie von Norwegen finden - dafür jedoch einheimische Designer und häufig wieder klare Farben und Formen. Eine, die die beiden englischen Prinzessinnen ein bisschen verstehen wird, ist sicherlich Prinzessin Viktoria von Schweden. Sie galt auch lange Zeit als etwas hausbacken, aber daran hat sich besonders, seit sie glücklich verheiratet ist, doch vieles geändert. Viktoria ist mutiger geworden und hat einen Stil gefunden, der ihre natürliche Schönheit unterstreicht.
Prinzessin Letizia von Spanien
Sie ist wahrscheinlich die eleganteste Erscheinung von allen. Man kann darüber streiten, ob sie nun etwas zu dünn ist, aber ihr Sinn für das passende Styling ist perfekt. Letizia trägt jede Farbe mit einer Eleganz, die kaum Kritik zulässt. Immer kombiniert mit den passenden hohen Schuhen und einem dezenten Make-up überzeugt sie sogar in einem kobaltblauen Kleid, in dem andere versagen würden. Aber auch bei ihr fällt auf, dass Weniger immer mehr ist. Sie übertreibt weder mit Mustern noch mit Verzierungen. Hüte, die erst nach einer wissenschaftlichen Studie ihren Sinn enthüllen, würde man bei ihr nicht finden.